1E Kompass

Auf dieser Station werden 10 Mädchen und Jungen im Alter von 8 - 18 Jahren zur spezifischen Behandlung aufgenommen, die unter oder an den Folgen einer Traumatisierung leiden. Diagnostik und Behandlung mit traumaspezifischen Methoden (z.B. EMDR, Stabilisierungstechniken) sind hier möglich. Die räumliche Gestaltung der Station ist so angelegt, daß sie einem familiären Wohnrahmen ähnelt. Die Kinder haben jeweils zu zweit ein Zimmer, das sie nach ihren Vorstellungen mit Postern und Bildern gestalten können. Die angestrebte Behandlungsdauer liegt bei ca. 8 Wochen.

Das multiprofessionelle Team besteht aus 13 Mitarbeitern: StationsarztIn und PsychologIn als Stationsleitung, eine Motopädin, die für die psychomotorische Diagnostik und Behandlung verantwortlich ist, Sozialpädagogen, die sowohl im Einzel- als auch Gruppen-Setting therapeutisch arbeiten. Im Pflege- und Erziehungsdienst, der die Kinder milieutherapeutisch betreut, arbeiten Erzieher, Kinderkrankenschwestern und -pfleger, Sozial- und Heilpädagogen, Schwesternschüler/innen, Zivildienstleistenderund Praktikanten.

Jedem Kind wird bei der Aufnahme ein Mitarbeiter aus dem Pflege- und Erziehungsdienst zugeteilt, der in erster Instanz für das Kind zuständig ist. Diese Bezugsperson ist neben dem Therapeuten Hauptansprechpartner für die Eltern, stellt das Kind bei Fallbesprechungen und Visiten vor und hält den Kontakt zur Schule. Sie nimmt auch an den regelmäßig stattfindenden Gesprächen mit den Familien teil. Hier wird mit den Eltern der Therapieverlauf besprochen. Durch familientherapeutische Intervention werden alternative Umgehensweisen mit dem Kind und untereinander angeregt, um die erreichten Veränderungen auch im familiären Bereich zu stabilisieren. Diese intensive Einbindung der Sorgeberechtigten versuchen wir durch folgende Angebote zu ermöglichen:
     - Teilnahme an den Visiten
     - Hospitationen auf der Station mit pädagogisch-therapeutischer Anleitung
     - Besuche und therapeutische Wochenendbeurlaubungen